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17 Siege in 18 Spielen – erste Niederlage im letzten Spiel

Der Gruppensieg und der damit verbundene Aufstieg in die 1. Liga haben sich die Spielerinnen des Damenteam von Unihockey Schüpfheim bereits in den letzten beiden Spielen frühzeitig gesichert. Dennoch wollten die Entlebucherinnen am vergangenen Sonntag noch einmal alles aus sich herausholen und die bis anhin perfekte Saison mit den Siegen Nummer 17 und 18 unvergesslich und einmalig machen. Also reisten die Damen ein letztes Mal diese Saison nach Moutier, um die Visionen und das erträumte Ziel in die Tat umzusetzen. Letztlich setzte es aber die erste Niederlage der Saison ab.

Unsere Damen feiern den Gruppensieg mit dem Pokal.

Die abtretende Leonie Bucher stemmt den Pokal in die Höhe.

Unihockey Schüpfheim – UC Moutier 7:2 (4:1, 3:1) 
Der erste Gegner des Tages war das Heimteam, der UC Moutier. Pünktlich um 13:40 Uhr wurde das Spiel von den Schiedsrichterinnen angepfiffen. Die ersten Minuten verliefen sehr zaghaft. Beide Teams waren eher zurückhaltend. Weder Schüpfheim noch Moutier konnten Akzente setzten. Das Spiel plätscherte vor sich hin. Zum Glück waren es dann die Damen aus Schüpfheim, welche durch den Treffer von Laura Emmenegger das erste Mal jubeln konnten. Ein kleiner Weckruf ging durch die Mannschaft und nur kurze Zeit später konnte Marina Küng einen Freistoss zum 2:0 verwerten. Schüpfheim wirkte nun wieder etwas fokussierter und so war es Evelyne Rychener, die mit einem satten Schuss die gegnerische Torhüterin ein drittes Mal hinter sich greifen liess. Die Entlebucherinnen zeigten nun endlich ihr Spiel und hatten das Geschehen in ihren Händen. Schöne Passkombinationen und Zusammenspiele führten schlussendlich zum nächsten Treffer. Es war Debora Bucher, welche einen Schuss von Juliana Stadelmann hinter die Torlinie vom UC Moutier ablenkte. Die Gegnerinnen versuchten nun die Spielerinnen des Unihockey Schüpfheim vermehrt unter Druck zu setzen. Dies gelang ihnen und so verwerteten diese einen Fehlpass kurz vor der Halbzeitpause zum 4:1 Pausenstand.
Der Staff sowie die Spielerinnenn waren sich bewusst: Das in den erstem 20 Minuten gezeigte Unihockey kann man eigentlich deutlich besser. Mehr Genauigkeit und Geschwindigkeit will man in der nächsten Halbzeit auf dem Spielfeld präsentieren und so die Gegnerinnen deutlich bezwingen. Die Worte schienen Wirkung zu zeigen. Lara Stadelmann erzielte kurz nach dem Anpfiff das nächste Tor für Schüpfheim. So kann es weitergehen, dachten sich die Entlebucherinnen. Also knüpfte Katja Zihlmann an den vorherigen Treffer an und baute die Führung so weiter aus. Allerdings fehlte Schüpheim im Anschluss etwas die Genauigkeit und die Konzentration. Dies hatte zur Folge, dass die Torhüterin Stefanie Zihlmann diverse schöne Paraden abliefern musste, um das Resultat zu halten. Trotz den vielen Saves waren es doch die Gegnerinnen, welche als nächstes jubelten. Sieg Nummer 17 gaben die Damen des Unihockey Schüpfheim jedoch nicht mehr aus ihren Händen. Manuela Portmann verwertete ein Zuspiel von Charlotte Fankhauser zum 7:2 Endresultat.

Unihockey Schüpfheim – SV Waldenburg Eagles 0:2 (0:1, 0:1) 
Das letzte Spiel des Tages war zugleich das allerletzte Spiel der Meisterschafsaison. Die Gegnerinnen waren die Spielerinnen aus Waldenburg. Die Baslerinnen hatten definitiv noch eine Rechnung mit den Entlebucherinnen offen: Es war nämlich Schüpfheim, welche die letzten beiden Partien für sich entscheiden konnte und so den letztjährigen Erstligisten zwei Mal bezwang. Den Damen des Unihockey Schüpfheim war klar, dass es in diesem Spiel nun deutlich mehr Genauigkeit, Geschwindigkeit und Zusammenspiel benötigt, um als Gewinner vom Platz zu gehen. Schon früh zeigte sich, dass die Waldenburgerinnen den Gruppensiegerinnen nichts schenken wollen. Sie waren sehr überzeugt und hatten einen immensen Siegeswillen. Sie setzten Schüpfheim von Anfang an unter Druck. Das Spiel war geprägt von vielen Zweikämpfen und diversen Kontersituationen auf beiden Seiten. Schüpfheim hatte sichtlich mit den anstürmenden Gegnerinnen zu kämpfen. Die überzeugten Gegnerinnen waren schneller und ihre Zuspiele genauer. So war es nicht erstaunlich, dass sie den ersten Treffer der Partie erzielten. Die Entlebucher Damen konnten darauf nicht reagieren und dank vielen schöner Paraden der Torhüterin Leonie Bucher, konnten bis zur Halbzeitpause weitere Gegentreffer verhindert werden. Die Ansprache des Staff war klar: Um den Sieg noch zu holen, braucht es in allen Belangen mehr. So begaben sich die Spielerinnen mit dieser Devise im Kopf wieder auf das Spielfeld.
Die Entlebucherinnen schienen die Worten des Staff in Taten umzusetzen. Sie machten Druck auf das gegnerische Tor, versuchten durch ein schnelleres Spiel das gegnerische Team zu umspielen und durch gezielte Schüsse die Torhüterin zu bezwingen. Leider ohne Erfolg. Anstatt den Ball hinter die gegnerische Torlinie zu befördern war es erneut die eigene Torfrau, welche den Ball hinter sich aus dem Tor fischen musste. 0:2 für Waldenburg. Nur noch fünf Minuten zeigte die Uhr. Die Entlebucherinnen versuchten noch einmal alles, um die Niederlage zu verhindern. Doch auch diesmal klappte es nicht. Die Schlusssirene erklang und die Freude der Baslerinnen war riesig. Trotz der Niederlage waren aber auch die Entlebucherinnen zum Feiern bereit. Der Gruppensieg und der Aufstieg wurden mit der Übergabe des Pokals noch einmal gebührend gefeiert.

Die Damen des Unihockey Schüpfheim können auf eine sensationelle Saison zurückblicken. Das Team ist zu einer Einheit zusammengewachsen und hat – nicht zuletzt auch wegen dem Trainer Duo Romedi Wyss / Armin Stadelmann – Vereinsgeschichte geschrieben. Das Team bedankt sich bei dem Trainerduo für ihre stets motivierenden Worte und ihre Arbeit und verabschiedet schweren Herzens die Torhüterin Leonie Bucher, welche das Team per Ende Saison verlässt. Die Spielerinnnen gehen nun in der verdiente Trainingspause. Mit dem Ausblick auf viele neue Herausforderungen und neuen Eindrücken freut sich das Damenteam auf die nächste Saison – erstmals in der dritthöchsten Liga der Schweiz.