Vorzeitigen Gruppensieg verpasst
Viel Ballbesitz und somit das Bestimmen des Rhythmus fordere das Coaching-Duo um Patrick Graf und Benjamin Vogel. Dies funktionierte zu Beginn nach Wunsch und Schüpfheim liess den Ball gut laufen und kam zu ersten Abschlüssen. Nach 5 Minuten kam Schüpfheim zu einem Freistoss in der gegnerischen Hälfte und lenkte das Spiel in die gewünschten Bahnen: Marcel Zihlmann legte auf Stefan Schnider und dieser netzte mit einem satten Schuss ein. Danach kamen die Gegner ebenfalls besser ins Spiel und kreierte erste Chancen. Nun war es relativ ausgeglichen. In der 13. Minuten kam Schüpfheim wiederum zu einem Freistoss. Der Abschluss landete allerdings in den Beinen eines Verteidigers, welcher gleich den Konter lancierte und den Ball zum Ausgleich ins rechte Eck schoss. Zum Glück für die Schüpfheimer hatte Romedi Wyss eine Antwort darauf. Von Jan Bucher lanciert, überwand dieser den gegnerischen Torwart zur neuerlichen Führung. Eine Überzahlsituation ging danach ohne Tor vorüber. Mit dieser 2:1-Führung ging es dann auch in die erste Pause.
Leistungsabfall in Drittel zwei
Die beiden Coaches waren mit der Leistung zufrieden und wollten darauf aufbauen. Einzig die Effizienz sollte noch gesteigert werden. Leider konnten die Spieler diesen Plan nicht auf das Feld bringen. Mit dem Start ins zweite Drittel kamen die Berner nun definitiv in der Partie an, was Schüpfheim zu verunsichern schien. Einfach Ballverluste luden Meiersmaad immer wieder zu gefährlichen Chancen ein – während in der Offensive die Chancen weniger wurden. So war die Partie nun ziemlich ausgeglichen. So ging der Schlagabtausch bis zur Spielhälfte ohne Zählbares weiter. Wenig später witterten die Oberländer aber ihre Chance und nutzten diese aus. Und wie! Innerhalb von knapp drei Minuten konnten sie dreimal reüssieren und Torhüter Patrick Emmenegger zum 2:2, 2:3 und 2:4 bezwingen. Einfache Ballverluste, verlorene Zweikämpfe und falsche Entscheidungen luden den Gegner zum Toreschiessen ein. Glücklicherweise fing sich Schüpfheim wieder ein wenig und konnte den Schwung des Gegners bremsen. Nach einigen vergebenen Chancen auf beiden Seiten gingen die Protagonisten mit einem 2:4 in die zweite Pause.
Aufopferungsvoller Kampf – ohne Erfolg
Die Trainer wollten, dass die Spieler das schwache Drittel vergessen und das eigene Spiel weiterziehen. So kamen die Entlebucher ermutigt und mit einigen Umstellungen aus der Kabine. So konnte das Spieldiktat wieder mehrheitlich übernommen werden und einige Möglichkeiten konnten erspielt werden. So wurde Gian Willa von Marcel Zihlmann auf der linken Seite lanciert. Er überlegte nicht lange und drosch den Ball mit einem wuchtigen Schuss ins gegnerische Gehäuse. Der Jubel war gross und der Grundstein zur Aufholjagd gelegt. Leider tat man sich in der Folge weiter schwer. Das Spiel war weiterhin ungenau, weshalb grosse Chancen Mangelware waren. Einzelne Nadelstiche gelangen aber trotzdem, leider aber ohne Erfolg. Meiersmaad fokussierte sich auf das Konterspiel und tauchte teils gefährlich vor Torhüter Emmenegger auf, welcher sich hierbei auszeichnen konnte. Bereits vier Minuten vor Spielende ersetzte Schüpfheim den Torwart durch einen sechsten Feldspieler. Damit konnte der Gegner mehrheitlich eingeschnürt werden. Weiterhin ungenaue Pässe verhinderten aber grosse Chancen. In der letzten Spielminute geschah dann, was in dieser Situation häufig geschieht. Meiersmaad eroberte den Ball und erzielte das 3:5 ins verwaiste Tor zum Endstand.
Mit dieser Leistung kann und darf Schüpfheim nicht zufrieden sein. Mit dem Gruppensieg vor Augen agierte man zu langsam, zu unsicher und zu selbstverständlich. «Die PS nicht auf den Boden gebracht», fasste ein Spieler treffen zusammen. So fand man nie richtig ins Spiel und der stark aufspielende Gegner tat seinen Rest für die zweite Niederlage der Saison. Etwas Erfreuliches gibt es trotzdem noch: Dank der Resultate der anderen Partien reicht den Entlebuchern nun ein einziger Punkt zum vorläufigen Saisonziel. Glücklicherweise hat man dafür noch zwei Chancen, um sich für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren. Am 12. Februar steht in Interlaken das drittplatzierte Oberland 84 als Gastgeber gegenüber. Um 10.00 Uhr will man die nächsten Punkte einfahren und den Gruppensieg holen. Dazu freut sich das Team auf grosse Unterstützung und den gewohnt zahlreichen Support.
- Spitzenkampf gewonnen und Führung ausgebaut
- Matchball Nummer zwei nicht genutzt